The Long Journey Home Review

The Long Journey HomeVor kurzem ist das Spiel The Long Journey Home von Daedalic erschienen. Daedalic war so nett mir einen Key für dieses Review zur Verfügung zu stellen.

The Long Journey Home ist ein Roguelike-Spacegame, bei dem man sein Raumschiff und die Crew wieder auf die Erde zurück bringen muss. Als das erste menschliche Schiff mit einem Sprungantrieb seinen Jungfernflug absolvieren möchte, passiert eine unvorhergesehene technische Störung und der Sprung in das Nachbarsystem geht schief. So schief, dass das Schiff sehr sehr weit weg von der Erde aus dem Hyperraum kommt. Für die 4 Crewmitglieger, beginnt eine Spannende Reise nach Hause.


Als ich das erste Spiel gestartet habe, hat mich The Long Journey Home an zwei Spiele erinnert, die ich im letzten Jahr gespielt habe. Zum einen an Out There auf dem iPad, bei dem es ebenfalls um eine Reise nach Hause und das Ressourcenmanagement geht. Das zweite Spiel, an das mich The Long Journey Home erinnert hat, ist Tharsis. Zwar ist Tharsis eher ein Brettspiel mit Würfeln, aber auch bei Tharsis kann man 4 Crewmitglieder, mit unterschiedlichen Fähigkeiten mit auf die Reise nehmen.

Bei The Long Journey Home hat man am Anfang die Wahl aus 10 verschiedenen Crewmitgliedern. Jedes Crewmitglied bringt einen persönlichen Gegenstand mit an Bord und hat spezielle Fähigkeiten. Da man nur 4 mit auf die Reise nehmen kann, braucht man schon mindestens 3 Spiele, um alle Crewmitglieder einmal dabei gehabt zu haben. Zudem kann man sich aus 3 Möglichkeiten für ein Schiff und aus 3 Landern entscheiden. Wobei die Werte wie Robustheit, Sprungreichweite und Laderaum von Schiff zu Schiff und auch bei den Landern variieren.

Ist das Spiel erstmal gestartet, findet man sich in der Sternensytem-Ansicht wieder und muss sich erstmal an die Steuerung des Raumschiffs gewöhnen. Hier fängt schon die erste Schwierigkeit an, denn das Schiff steuert sich bestenfalls ungewöhnlich. Man steuert durch Schub und Gegenschub und wird zudem noch von der Anziehungskraft der Planeten und Sonnen beeinflusst. Nach ein bisschen Eingewöhnungszeit kann man mit der Steuerung aber ganz gut zurecht kommen.

Schwieriger wird es bei Steuerung des Landers. Der Lander ist dazu da, um auf Planeten oder Monden zu landen und dort Rohstoffe abzubauen oder Strukturen auf der Oberfläche zu besuchen. Der Lander lässt sich ebenfalls mit Schub und Gegenschub steuern, nur dass noch etwas Gravitation und Wind dazu kommt. Hier ist die Schwierigkeit nochmal etwas höher und man muss sich wirklich etwas einarbeiten in die Steuerung. Bei mir hat das ca. 5 Stunden gedauert, bis ich auf normalen Planeten halbwegs unbeschadet
Ressourcen abbauen konnte. Bei Planeten mit hoher Schwerkraft tue ich mich aber nach wie vor sehr schwer mit der Steuerung. Dass man die Lander-Steuerung einigermaßen im Griff hat, ist aber wichtig, da man sonst das Landemodul beschädigt. Zudem kann der Pilot recht schnell Blessuren davon tragen.

Wenn man die Steuerung einigermaßen im Griff hat baut man auf den Planeten 3 verschiedene Ressourcen ab. Metall wird verwendet um die Schiffshülle und die Hülle des Landers zu reparieren. Gas wird für den normalen Schiffsantrieb verwendet. Und zu guter letzt benötigt man Mineralien für den Hyperantrieb. Denn nur mit dem Hyperantrieb kann man von System zu System springen.

Auf der Reise trifft man verschiedene Alien Rassen, besucht Raumstationen und Asteroidenfelder. Man kann Artefakte und Technikteile finden und in die eigenen Systeme integrieren. So versucht man sich möglichst unbeschadet und ressourcensparend Richtung Heimat zu bewegen. Zur Erde ist es sehr weit und man muss mehrere Sternenhaufen durchreisen. Zwischen den Sternenhaufen gibt es Verbindungstore, die von Alienrassen betrieben werden.

So durchlebt man eine spannende Reise, bei der man nie weiß, was einen erwartet. Manche Aliens haben Aufgaben für uns, die man für eine Belohnung erfüllen kann. Manchmal wird man auch von Piraten angegriffen und muss die Waffen sprechen lassen. Und manchmal findet man ein lukratives Wrack, dass man ausschlachten kann. Wobei die Crewmitglieder nicht selten von Krankheiten befallen, oder durch Strahlung verletzt werden.

Mein Fazit zu The Long Journey Home

The Long Journey Home macht nach einer gewissen Eingewöhnungszeit sehr viel Spass. Aber es hat auch ein paar Nervfaktoren, die mir unheimlich auf den Senkel gehen. Zu Beispiel, wenn ich im Orbit um einen Planeten kreise und das neben mir kreisende Raumschiff nicht kontaktieren kann. Das geht nämlich nur im Flug, wenn man sich nicht im Orbit um einen Planeten befindet. Dazu kommen die Ladezeiten beim wechsel zwischen einer Begegnung und der Systemkarte. Und sobald man zurück auf der Systemkarte ist, hat man oft kaum noch Zeit den Kurs zu korrigieren bevor man einem Planeten zu nahe kommt. Das hätte doch besser gelöst werden können.

Kommen noch ein paar Kleinigkeiten die ich mir für The Long Journey Home gewünscht hätte, die mir das Spiel aber leider nicht bietet: Da wäre zum einen die fehlende Sprachausgabe bei Erkundungsevents auf einer Planetenoberfläche. Optisch sieht das nach einer realistischen Übertragung aus, aber da die Landerpiloten nicht sprechen, kommt die Atmosphäre einfach nicht so gut rüber. Wie genial wäre es gewesen, wenn die Landerpiloten Funksprüche absetzten würden.

Dann hätte ich mir noch eine echte Speicherfunktion gewünscht. Es gibt zwar eine Rückspulfunktion falls man stirbt, aber in den meisten Fällen ist die einfach nutzlos. Vor allem dann, wenn es mit den Ressourcen eng wird und der schleichende Niedergang nicht mehr aufzuhalten ist. Wie schön wäre es nach einem guten Start einen echten Savestand anlegen zu können, von dem aus man beim nächsten Versuch wieder aufsetzen könnte. Spieler die das nicht mögen bräuchten von dieser Speicherfunktion ja keinen Gebrauch machen und man könnte diese Spieler ja auch mit einem speziellen Erfolg belohnen. Aber warum können alle anderen Spieler denn nicht frei speichern? Sehr schade.

Nunja vielleicht kommt ja noch ein Patch, dere die ein oder andere Sache verbessert. Bis dahin ist The Long Journey Home ein spannendes, aber nicht perfektes, Spiel. Die Einarbeitung in die Steuerung wird nicht jedem Spieler gefallen, denn am Anfang muss man sich schon durchbeißen. Und das habe ich als recht anstrengend empfunden. Trotzdem möchte ich euch eine Kaufempfehlung aussprechen, falls ihr bereit seid, diese Einarbeitung in Kauf zu nehmen.

Meine persönliche Wertung für The Long Journey Home beträgt 7 von 10 Punkten.

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